Ergebnisse aus der Archivsuche:

Parteiöffentliche Fraktionssitzung

Freitag, 11. Mai 2012 von Arne Keil

Die nächste parteiöffentliche Fraktionssitzung findet am 04.06.2012 um 20:00 Uhr im Hof von Oldenburg in Bad Zwischenahn statt.

PrintShare

Perspektivenwechsel Inklusion – Schule von den Kindern her neu denken

Sonntag, 06. Mai 2012 von Arne Keil

Auf große Resonanz bei diversen Fachleuten aus Elternvertretungen, Schulen und Schulbehörden ist jetzt ein Fachgespräch zur Inklusion in der Schule gestoßen, zu dem die Grüne Kreistagsfraktion die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Ina Korter (Nordenham), und eine Reihe von ExpertInnen ins Westersteder Kreishaus geladen hatte.

“Wir können uns nicht mit der Frage beschäftigen, ob wir Inklusion wollen oder nicht. Inklusion ist seit Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention in Deutschland am 26. März 2009 hier geltendes Recht, so dass es jetzt darum geht, wie wir das zum Wohl möglichst aller Kinder in unseren Schulen bestmöglich organisieren”, so begann Ina Korter ihr Impulsreferat zu Beginn der Veranstaltung. Anschließend gab es von ihr viel Information zur verspäteten Umsetzung der Inklusion durch die Niedersächsische Landesregierung und zur bündnisgrünen Kritik (“ungenügende Personalausstattung mit SonderpädagogInnen und Assistenzkräften, Beschneidung des freien Elternwillens,…”) an dem jetzt vom Landtag verabschiedeten Gesetz.

In dem sich anschließenden Fachgespräch konnten neben einer grundsätzlichen Befürwortung der Inklusion in der Schule auch konkrete Voraussetzungen herausgearbeitet werden, die aus Sicht der anwesenden Experten für eine gelingende Inklusion geschaffen werden müssen. Deutlich wurde, dass es nicht gelingen wird, Kinder mit Förderbedarf einfach in das bestehende System zu stecken, sondern dass Schule hierzu massiv umgestaltet werden muss. Hierzu zählen deutlich geringere Klassenstärken als bisher und die Schaffung besserer Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung, wozu die Zusammenstellung von Schulteams, in denen neben LehrerInnen und SonderpädagogInnen auch beispielsweise LogopädInnen, SozialpädagogInnen und TherapeutInnen zusammen arbeiten, als wichtige Bedingung erkannt wurde. Daneben werden die Schulen auch weiterhin Assistenzpersonal, die bisherigen Integrationshelfer, benötigen, die allerdings für die neuen Herausforderungen dringend qualifiziert werden müssen. Schulamtsleiter Horst Caspers versicherte, dass der Landkreis Ammerland dieses schon erkannt habe und dabei sei, eine Qualifizierung aufzubauen. Die grüne stellvertretende Landrätin Susanne Miks kritisierte in diesem Zusammenhang, dass sich das Land bei diesen Personalkosten offenbar wieder aus der Verantwortung stehlen wolle und die Kommunen damit sitzen ließe.

Kritik gab es an der bisherigen Planung, weiterhin für jedes Kind individuell den Förderbedarf festzustellen und anhand dessen den einzelnen Klassen Förderschullehrerstunden zuzuweisen. Eine pauschalierte Stundenzuweisung an die Schulen mit der Möglichkeit des bedarfsgerechten Einsatzes vor Ort würde dem Gedanken der Inklusion und den Bedürfnissen von SchülerInnen und Lehrkräften eindeutig gerechter. “Ich sitz im Rollstuhl, aber ich bin doch nicht behindert” zitierte ein Lehrer einen Neuntklässler.

Große Unterstützung aus dem Kreis gab es abschließend für Holger Koch von der Initiative “IGS fürs Ammerland”, der plausibel darlegte, dass Inklusion in der Sekundarstufe im viergliedrigen Schulsystem nicht gelingen kann, sondern dass die integrierte Gesamtschule eine Grundvoraussetzung für eine durchgängige inklusive Beschulung sei.

Mit dem ermutigenden Worten eines Vaters eines hörbehinderten Kindes, der von schon jetzt hervorragend gelungener Integration seines Kindes in das “Regelschulsystem” berichtete, fand die Veranstaltung einen optimistisch stimmenden Abschluss. “Anfangen und nicht warten, bis alles perfekt ist” zog Moderator Peter Meiwald, Schulausschussmitglied des Kreistages am Ende das Fazit.

PrintShare

Mc Donalds im Kurort von Bad Zwischenahn – Persönliche Stellungnahme von Karin Rohé

Sonntag, 06. Mai 2012 von Arne Keil

Was den einen freut, ist des anderen Horror.

Selbstverständlich ist es die freie Entscheidung jedes Einzelnen mit sich und seiner Gesundheit umzugehen, wie er es für richtig hält.

Die Frage sollte aber erlaubt sein, was Mc Donalds in einem Kurort macht, der sich medizinisch u.a. mit den Folgeschäden der ungesunden, zu fetten, zu zucker- und salzhaltigen Ernährung auseinandersetzen muss.

Hüft- und Kniegelenkprobleme sowie Rheumaerkrankungen sind weitestgehend eine Folge von Übergewicht. Hier hat die richtige Ernährung in der medizinischen Therapie eine wesentlich unterstützende Funktion. Bei beiden Erkrankungsformen ist in erster Linie das Ziel die Reduktion des Gewichtes durch Vermeiden tierischer Fette. Krankenkassen schlagen schon lange Alarm.

Prof. Dr. med. Korenke vom Kinderkrankenhaus in Oldenburg gab an, das 97 % der befragten Kinderärzte einen Anstieg der Symptome von Übergewicht bei den Sechs- bis Achtjährigen beklagen. Gesundheitsvorsorge beginnt im Kindesalter, Eltern und Schule sollten in die Gesundheitserziehung eingebunden werden.

In unseren Schulen ist das Problem erkannt, die NWZ vom 21.04. 2012 stellte das Projekt „rund ums Essen“ am Gymnasium vor. Da wurde selbst eingekauft, gekocht und gemeinschaftlich gegessen und über gesunde Ernährung informiert. Inzwischen ist in vielen Kindergärten von Bad Zwischenahn das gemeinsame gesunde Frühstück die Regel.

Diese Art von Initiativen von Schule und Kindergarten ist sicherlich für alle Eltern eine willkommene Unterstützung. Die Werbung der Fast Food Ketten machet es den Eltern auch nicht gerade leicht gegen die Wünsche und Argumente der Kinder anzustehen.

Wir sollten dieses Bemühen von den Schulen und Kindergärten zum Wohle von Kindern und Eltern auch weiterhin fördern.

Fast Food steht für schnelles Essen. Bad Zwischenahn für eine Esskultur mit Zeit, Muße und Genuss.

PrintShare

Susanne Miks, Landtagskandidatin der Ammerländer GRÜNEN nimmt Stellung zum Zwischenbericht der Nationalen Betreuungsstudie

Montag, 30. April 2012 von Arne Keil

In diesen Tagen wurde der Zwischenbericht zur ersten „Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit“ (kurz: NUBBEK) vorgestellt. Sie wurde finanziell gefördert vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ), von der Jacobs Foundation und der Robert-Bosch-Stiftung sowie von den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Der Zwischenbericht enthält wissenschaftlich verbrämt nicht viel Neues. So wird zum Beispiel festgestellt, die Gruppen seien oft zu groß. Das haben schon viele Mütter, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, festgestellt und schon viele ErzieherInnen seit Jahrenbeklagt.

Von guter Qualität, so der Bericht, seien weniger als 10 Prozent der Betreuungseinrichtungen und das gelte sowohl für Kindertagesstätten als auch für Tagesmütter.

Wenn in einem Kindergarten in einem Raum 25 Kinder im Alter von knapp drei Jahren bis (fast) sieben Jahren in ungleichmäßiger Verteilung innerhalb der Altersgruppen von einer ErzieherIn und einer Zweitkraft (KinderpflegerIn/ SozialassistentIn) betreut werden, darf es niemanden wundern, wenn sie nicht allen Kindern gleich gerecht werden können.

Dazu kommt, dass ErzieherInnen nicht angemessenbezahlt werden und ihre Arbeit ungenügend anerkannt und gewürdigt wird. Männer sind im Erzieher-Beruf deutlich unterrepräsentiert, was auch nicht weiter verwundert. Nur wenige Männer möchten eine so anspruchsvolle Arbeit für so einen schlechten Verdienst machen. Es braucht eine bessere Bezahlung, um den Beruf sowohl für Frauen und als auch für Männer attraktiver zu machen, und außerdem eine Aufwertung des ErzieherInnen-Berufs, indem die Ausbildung auf Hochschulniveau angehoben wird.

Die Gruppen müssen dringend verkleinert werden, und zwei ErzieherInnen pro Gruppe muss das Ziel sein!

In der Nationalen Betreuungsstudie wird bemängelt, in den Bildungsbereichen Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Interkulturelles Lernen schneide jeder zweite Kindergarten „unzureichend“ ab. Diese Sichtweise ist zu einseitig.

Kindergarten-Kinder brauchen Räume, in denen sie sich wohlfühlen und in denen sie sich entfalten können. Die Einrichtungen brauchen Räume, in denen in Ruhe undschöner Atmosphäre vorgelesen oder einfach in Bilderbüchern gestöbert werden kann. Kindergarten-Kinder brauchen Experimente, die sich an dem Leben der Kinder orientieren und ihre Neugierde fördern. Es fehlt in vielen Kindergärten und Kindertagesstätten schlicht an Räumen – z.B. an Bewegungsräumen, (Vor-)Leseräumen, Bastelräumen, Ruheräumen.

Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen lässt im Vorschulbereich noch viele Wünsche offen. Auch die Zusammenarbeit z.B. mit Schulbüchereien und Sportvereinen ist vielerorts nochausbaufähig.

Und bei all dem ist noch nicht geklärt, wie die Inklusion in den Kindergärten und Kindertagesstätten umgesetzt werden soll.

Reichlich Baustellen also, von denen wir auch ohne die o.g. Studie wissen. Auf das folgende Zitat aus dem Zwischenbericht der NUBBEK wären wir ebenfalls ohne eine wissenschaftliche Studie gekommen: „Die Verbesserung der Rahmenbedingungen ist kostspielig und bedarf des politischen Willens.“ Unsere Kinder, von deren Phantasie und Neugierde wir noch viel lernen können, sollten uns sowohl die Kosten als auch den politischen Willen wert sein.

Diese Studie hat einmal mehr Schwachstellen der vorschulischen Erziehung, Betreuung und Bildung aufgezeigt.“, so die Landtagskandidatin der Ammerländer GRÜNEN, Susanne Miks. „Nun ist es an der Politik, endlich die richtigen Weichen für zukunftsfähige Rahmenbedingungen zu stellen.“

 


PrintShare

Der Euro ist noch zu retten – Ammerländer Grüne suchen zusammen mit Sven-Christian Kindler (MdB) Wege aus der Eurokrise -

Freitag, 20. April 2012 von Arne Keil

Der derzeit jüngste Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen trug kenntnisreich vor, wie sich die Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahren weltweit zuspitzt, warum mehrere Staaten gegen einen drohenden Bankrott ankämpfen und zahlreiche Banken so marode sind, dass sie erneut staatliche Kapitalspritzen brauchen.

Finanzmärkte sind immer noch unterreguliert, Einkommen und Vermögen sind in steigendem Maß ungleich verteilt, und das Problem enormer Leistungsbilanzungleichgewichte ist noch immer ungelöst“, führte Sven-Christian Kindler aus. „Die Fiskalpolitik der derzeitigen Bundesregierung setzt zu einseitig auf nationale Schuldenbremsen. Und die unsoziale Kaputtsparpolitik in Krisenländern führt zu Anpassungsrezessionen. So ist die Schuldenspirale nicht zu stoppen.“

Die GRÜNEN im Bundestag haben es sich laut Sven-Christian Kindler, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestages ist, mit ihrer Zustimmung zu den bisherigen Rettungspaketen nicht leicht gemacht. Sie kämpfen auch weiterhin dafür, dass die Macht der Ratingagenturen beschränkt wird. Außerdem setzen sie sich für einen Finanz-TÜV ein. „Dazu gehört auch“, so Sven-Christian Kindler, „dass bestimmte Finanzprodukte verboten werden.“ Für wichtig halten die GRÜNEN zusätzlich die Einführung europäischer Spielregeln für die Banken, die eine Erhöhung der Eigenkapital-Quote, die Schuldenbremse und ein internes Trennbankensystem beinhalten müssen. Möglichst weltweit, mindestens aber in der Euro-Zone muss eine Finanzmarkttransaktionssteuer eingeführt werden. „Eine Finanzmarkttransaktions-steuer in Höhe von 0,01% auf alle Umsätze an den Börsen und im außerbörslichen Handel der großen Finanzakteure untereinander würde der EU Einnahmen in Höhe von knapp 60 Milliarden Euro pro Jahr bescheren“, ergänzte Sven-Christian Kindler. Auch für Eurobonds streiten die GRÜNEN weiterhin.

Die anschließende angeregte Diskussion beschäftigte sich u.a. mit der Frage, ob und warum der Euro überhaupt gerettet werden muss und ob Europa nicht mehr braucht, als eine gemeinsame Währung. Außerdem wurde thematisiert, wie viel Geld aus den Rettungspaketen bei den Banken ankommt und wie wenig bei der Bevölkerung der betroffenen Länder selbst. Auch Zusammenhänge mit der Klimakrise, die in der öffentlichen Wahrnehmung zu einem großen Teil von der Finanzkrise verdeckt wird, kamen ebenso zur Sprache wie die Frage nach dem Ende des Wachstumsglaubens.

Die Krise ist noch nicht vorbei“, fasste Kreisvorstandssprecher Karl-Fritz Gertjejanssen den Abend zusammen. „Das Thema ist komplex, und einfache Lösungen wird es nicht geben, aber wir werden uns weiter damit beschäftigen, damit wir auf dem Weg zu einem gerechteren und zukunftsfähigen Europa gemeinsam vorankommen.“

4. v.l. Sven-Christian Kindler (MdB)

PrintShare

Wege aus der Eurokrise, Öffentliche Veranstaltung zur Eurokrise mit Sven-Christian Kindler (MdB) in Bad Zwischenahn

Sonntag, 15. April 2012 von Arne Keil

Die Situation ist ernst: Die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seit 80 Jahren spitzt sich weltweit und besonders in Europa zu. Mehrere Staaten kämpfen gegen einen drohenden Bankrott und zahlreiche Banken sind so marode, dass sie erneut staatliche Kapitalspritzen brauchen. Die Finanzmärkte sind immer noch unterreguliert, Einkommen und Vermögen sind in eklatantem Maße ungleich verteilt und das Problem enormer Leistungsbilanzungleichgewichte besteht nach wie vor. In dieser Situation geht es um mehr als den Euro. Ganz Europa steht am Scheideweg. Doch die schwarz-gelbe Bundesregierung hat nicht den Willen für einen echten Kurswechsel, um die Krise tatsächlich zu überwinden.

 Wir wollen mit Euch diskutieren:

- Welche Ursachen hat die Finanzkrise?

- Wie agiert die Bundesregierung in dieser Krise?

- Welche Alternativen sehen Bündnis 90/Die Grünen?

- Wie können Politik und Gesellschaft eine solidarische und nachhaltige Krisenlösung

vorantreiben?

 

Wo?

Mittwoch, 18. April 2012, 20.00 Uhr

Hotel Restaurant Kämper, Georgstraße 12, 26160 Bad Zwischenahn

 

Referent: 

Sven-Christian Kindler, MdB, Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages

 

PrintShare

OV Treffen

Montag, 26. März 2012 von Arne Keil

Das nächste OV Treffen findet am 11.06.2012 um 19:30 Uhr im Nord- West Hotel in Bad Zwischenahn statt.

PrintShare

Grüne wollen Beachvolleyball-Platz im Strandpark

Montag, 26. März 2012 von Arne Keil

Die Grünen im Gemeinderat möchten im Kurpark mehr Spiel- und Freizeitmöglichkeiten schaffen. So hat Ratsherr Edgar Autenrieb „eine Kostenermittlung über die Errichtung einer neuen Sandfläche im Bad Zwischenahner Strandpark für eine Nutzung als Beachvolleyballplatz“ bei der Gemeinde beantragt. Autenrieb verweist in dem Antrag auch auf eine Berücksichtigung möglicher Förder-, Spenden- und Sponsorengelder. Zudem möge die Verwaltung prüfen, ob und wie weitere Rasenflächen für andere Spiele nutzbar gestaltet werden könnten. Eine Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft sei dabei erstrebenswert.

Während sich die am Wasser gelegene Rasenfläche als Liegefläche großer Beliebtheit erfreue und der vorhandene Sandspielplatz am Strandcafé von Kindern ausgiebig genutzt werde, fehle es an attraktiven Angeboten für die junge und mittlere Generation, meinen die Grünen. „Das kann, entsprechend dem Wunsch vieler junger Zwischenahner und Gäste, zumindest teilweise, durch die Anlage einer Sandfläche für Beachvolleyballspiele auf weitestgehend ungenutzter Rasenfläche erreicht werden“, meint Autenrieb. Er könnte sich vorstellen, die Rasenfläche hinter den vorhandenen Duschanlagen umzugestalten. Hier stünden die benötigten etwa 35 mal 20 Meter zur Verfügung.

Autenrieb verweist auf geringeren Aufwand und niedrigere Kosten im Vergleich zuPlänen, die Strand-Rasenfläche in einen Sandstrand umzugestalten. Das sei kurzfristig nicht realisierbar. 

 

NWZ 26.03.2012

PrintShare

Das Ammerland muss im Landtag wieder GRÜN vertreten sein – Wahlversammlung der Ammerländer GRÜNEN am 12.03.2012 in Apen -

Montag, 26. März 2012 von Arne Keil

Edgar Autenrieb und Susanne Miks

Am 12.03.2012 traf sich der Kreisverband Ammerland von B´90/Die Grünen in Apen, um den/ die GRÜNE/N WahlkreisbewerberIn für die Landtagswahl am 20.01.2013 zu wählen. Der Wahlkreis umfasst alle Ammerland-Gemeinden bis auf Rastede, das in Bezug auf die Landtagswahl zusammen mit der Wesermarsch einen Wahlbezirk bildet.

Zur Wahl stellten sich am Montagabend Edgar Autenrieb, Gemeinderatsmitglied in Bad Zwischenahn, und Susanne Miks, Kreistagsmitglied und stellvertretende Landrätin. Beide nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Themen vorzustellen.

Edgar Autenrieb fand über Gewerkschaftsarbeit und die Mitarbeit in Bürgerinitiativen (AntiAtom-Oldenburg, Bürgerinitiative Bad Zwischenahn) zu den GRÜNEN. So engagiert er sich z.B. mit der BI Bad Zwischenahn dafür, das Gelände des ehemaligen Bundeswehr-Krankenhauses in Rostrup „vor gnadenloser Vermarktung zu schützen“. Bei der Kommunalwahl 2011 wurde er in den Gemeinderat Bad Zwischenahn gewählt. Als sein Thema bezeichnete er in seiner Vorstellung auf der Wahlversammlung u.a. die Postwachstumsökonomie und sagte: „Wir sind keine Träumer, sondern Realisten, die die Unmöglichkeit des unbegrenzten Wachstums in einer endlichen Welt erkannt haben.“ In diesem Zusammenhang nannte er die Notwendigkeit der Förderung von RegioGeld-Initiativen, des dezentralen Ausbaus erneuerbarer Energien und die Verhinderung des weiteren Wachsens der Massentierhaltung als auf Landesebene notwendig zu bearbeitende Punkte.

 Susanne Miks ist seit 2001 Mitglied bei den GRÜNEN. Nach fünf Jahren Mitarbeit im Kreisvorstand wurde sie 2006 in den Kreistag gewählt. Nach ihrer Wiederwahl bei der Kommunalwahl 2011 wurde sie zusätzlich stellvertretende Landrätin. Als ihr Thema bezeichnete sie u.a. aufgrund ihrer langjährigen Berufstätigkeit als Erzieherin die Notwendigkeit der besseren Förderung von frühkindlicher Bildung und möchte sich auf Landesebene für zeitgemäße, pädagogische Konzepte einsetzen. Denn – so Susanne Miks: „Besonders in Niedersachsen haben wir auf diesem Gebiet sehr starken Nachholbedarf. In diesem Zusammenhang ist es auch dringend notwendig, dass die Ausbildung der ErzieherInnen endlich auf Hochschulniveau angehoben wird.“ Als weitere Themen nannte sie in ihrer Vorstellung auf der Wahlversammlung die Inklusion während des gesamten Lebenslaufs, die Ablehnung von Planung und Bau der Küstenautobahn A22/ A20 und den Einsatz für Moorschutz und Renaturierung.

 Die anwesenden Mitglieder des GRÜNEN Kreisverbandes entschieden sich während der anschließenden Wahl mit großer Mehrheit für Susanne Miks als Wahlkreisbewerberin der Ammerländer GRÜNEN. Susanne Miks nahm die Wahl an und kündigte einen engagierten Wahlkampf an.

PrintShare

Neue Wege für ein Tourismuskonzept Bad Zwischenahns?

Donnerstag, 23. Februar 2012 von Arne Keil

Der Deutsche Tourismus Verband gab für das Jahr 2011 bekannt, dass für die deutschen Reiseweltmeister ihr Heimatland das Reiseziel Nr. 1 ist. Das gilt sowohl für die Städtereisen, den Kurzurlaub wie für die längeren Aufenthalte. Für den Familienurlaub werden Selbstversorger-Unterkünften bevorzugt, also attraktive Ferienwohnungen und gut ausgestattete Ferienhäuser mit angemessener Infrastruktur in vielfältig reizvoller Landschaft. Als dominanter Wirtschaftssektor muss der Tourismus das gegebene Potential, das Bad Zwischenahner Meer, die Ammerländer Parklandschaft und die aus unterschiedlichen Bedingungen gewachsenen Siedlungen, wie z. B. die Fehn- und Moorkultivierung, nutzen.

Durch ein gemeinsam erarbeitetes Tourismuskonzept mit Unterstützung von Politik, Kurverwaltung, Fremdenverkehr und Wirtschaft müsste es doch möglich sein, dass Bad Zwischenahn seine Stärken analysiert und Schwächen möglichst beseitigt. Die geplante Zukunftswerkstatt ist hierfür ein wichtiger Schritt, der aber nicht von heute auf morgen Ergebnisse präsentieren kann, dazu sind die Arbeitsschritte zu komplex.

Es soll das Rad nicht neu erfunden, aber vielleicht ein paar Speichen erneuert werden. Eine davon könnte sich aus dem Trend zum nachhaltigen Urlaub ergeben, angestoßen durch die Diskussion um den Klimawandel und die Folgen für die Umwelt. Fernreisen mit den drastischen Umweltbelastungen sensibilisieren die Verbraucher für dieses Thema.

Nur von einer intakten Umwelt profitieren Kunden und Anbieter und sichern ihre ökonomische Existenz. Das heißt, die Reiseangebote könnten zum Beispiel so ausgerichtet werden, dass die An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt und die Gäste abgeholt und zu ihrer Unterkunft gebracht werden. Die Mobilität innerhalb des Ortes sollte durch einen besseren Service für Familien und ältere Menschen garantiert werden. Barrierefreiheit käme sowohl dem Rollstuhlfahrer als auch dem Kinderwagen und anderen Nutzern zu Gute.

Gebt der regionalen Küche und deren Produkte in der Gastronomie wieder eine Chance. Ein Zentrum mit typisch regionaler Bauweise gäbe dem Ort ein unverwechselbares Aussehen.

Immer mehr Reiseveranstalter bieten inzwischen solche Urlaubsorte an. Warum sollte Bad Zwischenahn nicht einer von ihnen werden?

PrintShare