Frauen haben noch viele Wünsche offen – 102. Internationaler Frauentag

Am 08.März 2013 jährt sich der Internationale Frauentag zum 102.Mal.

Viele Supermärkte und Discounter machen in diesen Tagen Werbung dafür, Frauen am Internationalen Frauentag mit Blumen, Sekt oder Pralinen zu beschenken,“ sagt Sonja Wagner, Mitglied des Kreisvorstands der Ammerländer GRÜNEN. „Offensichtlich verwechseln sie diesen Tag mit dem Muttertag. Am Internationalen Frauentag fordern Frauen etwas anderes ein, sie fordern gleichstellungs-politische Gerechtigkeit.“

Das diesjährige Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung habe es gerade wieder gezeigt: Obwohl Mädchen und Frauen in Schule und Uni bessere Ergebnisse erzielten als Jungen und Männer und öfter Hochschulabschlüsse machten, hätten sie es schwerer auf dem Arbeitsmarkt und gelangten seltener in Führungspositionen. Die Experten hielten außerdem die Einführung von Quoten in Wirtschaft und Wissenschaft für notwendig, um mehr Frauen in Spitzenpositionen zu bringen. „Freiwillige Selbstverpflichtungen reichen da nicht aus“, ergänzt Karin Rohé, ebenfalls Mitglied des Kreisvorstands der Ammerländer GRÜNEN.

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit- oder Minijobs, um sich um ihre Familie kümmern zu können“, so die Zwischenahner Ratsfrau. „Und sie arbeiten häufiger in niedrig bezahlten Berufen. Das führt dazu, dass die Gefahr der Altersarmut für Frauen ungleich größer ist als für Männer.“

Die Gutachter der EFI mahnten zu Recht familienfreundlichere Arbeitsbedingungen und einen schnelleren Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen an, statt die Mittel ins Betreuungsgeld zu stecken.

Mit einem quantitativ schnelleren Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen allein ist es allerdings nicht getan“, merkt Sonja Wagner dazu an. „Wir brauchen zusätzlich einen qualitativen Ausbau, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung für ErzieherInnen und eine Anpassung der Ausbildung an die gestiegenen Anforderungen an den Beruf.“

Frauen haben zu Recht noch viele Wünsche offen“, ergänzt Peter Meiwald, der GRÜNE Bundestags-Direktkandidat für den Wahlkreis Oldenburg-Ammerland. „Wir GRÜNE haben in dieser Legislaturperiode konkrete Vorschläge zur Entgeltgleichheit, zu Geschlechterquoten in Führungspositionen, zur eigenständigen Existenzsicherung von Frauen oder zu besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gemacht. Die Bundesregierung müsste sie nur umsetzen. Die Bundesratsinitiative für einen flächendeckenden Mindestlohn von acht Bundesländern, in denen die SPD mitregiert, ist ein weiterer Anstoß in die Richtung, die nicht nur die Arbeits-, sondern auch die Gleichstellungspolitik für Frauen und Männer nehmen muss.“

Werde die derzeitige Bundesregierung im September abgewählt, so Peter Meiwald weiter, werde ROT-GRÜN aus dieser Bundesratsinitiative ein Gesetz machen.

 

Sonja Wagner (für den Kreisvorstand der Ammerländer GRÜNEN) 

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