GRÜNE fordern weiterhin: Keine MOX-Transporte durch das Ammerland (und andere Regionen)

Antiatomkraftsonne

Am Wochenende 17.11./18.11.2012 kam erneut ein Schiff mit MOX-Brennelementen in Nordenham an. Die Brennelemente wurden im Midgard-Hafen Nordenham auf LKW verladen und anschließend zum AKW Grohnde transportiert.  Es gibt mehrere Möglichkeiten. Eine dieser Möglichkeiten ist die auch von diesem Transport genutzte Strecke über Brake, Loy, A29 und A28. Diese Route haben die MOX-LKW bereits am 23./24. September 2012 genommen. Beide Transporte haben damit auch einen Teil des Ammerlands durchquert. 

Im September war weder der für den Katastrophenschutz verantwortliche Ammerländer Landrat noch die Polizei noch die Feuerwehr im Vorfeld über den MOX-Transport informiert, Landesregierung und das Bundesamt für Strahlenschutz haben keine Informationen weitergeleitet (siehe auch die Resolution der Ammerländer GRÜNEN vom 06.11.2012). Unsere Nachfragen haben ergeben, dass auch bezüglich des jetzt im November erfolgten weiteren MOX-Transportes im Vorfeld keine Informationen flossen. So war sowohl in der Nacht vom 23./24. September 2012 als auch am Wochenende 17./18.11.2012 ein effektiver Katastrophenschutz weder gewährleistet noch möglich. 

Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die oben beschriebene Strecke weitere Male genutzt werden wird. Wenn nicht mit dem nächsten Transport, dann vielleicht mit einem weiteren. Genauso wahrscheinlich ist es, dass dann wieder im Vorfeld die für einen effektiven Katastrophenschutz nötigen Informationen nicht weitergegeben werden. Das ist keine Panikmache, sondern gefährliche Heimlichtuerei und gilt nicht nur für die beschriebene Strecke, sondern genauso für andere Transportrouten.

In ihrer Resolution vom 06.11.2012 sprechen sich die Ammerländer GRÜNEN gegen die MOX-Transporte durch das Ammerland und durch andere Regionen aus, meinen damit also alle denkbaren Routen von Nordenham nach Grohnde.

Herstellung, Transport und Einsatz von MOX-Brennelementen sind mit hohen Risiken für Mensch, Tier und Umwelt verbunden. Auch das ist eine Tatsache.

Unstrittig ist, dass Vereinbarungen zur Rücknahme radioaktiven Mülls eingehalten werden müssen. Die Ammerländer GRÜNEN sind sich aber mit verschiedenen Bürgerinitiativen gegen Atomenergie einig, dass die Aufbereitung abgebrannter Kernbrennstoffe zu MOX-Brennelementen in Sellafield und anderenorts als Teil der unbeherrschbaren Plutoniumwirtschaft sofort beendet werden muss. Stattdessen sollten abgebrannte Kernbrennstoffe verglast werden. Das würde das Transportrisiko erheblich verringern. 

In der NWZ vom 15.11.2012 war zu lesen, der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Landtag Stefan Wenzel habe sich gegen einen Entschließungsantrag der Liberalen ausgesprochen, der den weiteren Atommülltransport durch Niedersachsen ablehnt.

Es ging dabei um die Castortransporte nach Gorleben. Die GRÜNEN hatten im Landtag ein Ende der Castortransporte nach Gorleben beantragt und gefordert, dass in Gorleben keine weiteren Fakten geschaffen werden. Sie waren sich dabei mit der SPD einig.  „CDU und FDP machten daraufhin einen Änderungsvorschlag, der zwar ebenfalls die Castortransporte ablehnte, nicht aber das Schaffen weiterer Fakten in Gorleben,“ sagte Stefan Wenzel, Landtagsfraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag. Die MOX-Brennelemente-Transporte von Nordenham nach Grohnde waren – anders als von der Ammerländer FDP in der Presse dargestellt – nicht Gegenstand dieses Entschließungsantrags.

Statt den GRÜNEN fehlende Sachlichkeit vorzuwerfen, sollte die FDP an ihrer fehlenden Fachlichkeit arbeiten. 

Wer die Resolution der Ammerländer GRÜNEN nachlesen möchte, kann das unter diesem Link tun: HYPERLINK „https://www.gruene-ammerland.de/atomausstieg/“https://www.gruene-ammerland.de/atomausstieg/

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