Kein Glyphosat im eigenen Garten

Gerne weisen wir mit dem Finger auf die Landwirtschaft, wenn es um die Umweltbelastung durch Pflanzenschutzmittel geht. Erschrocken müssen wir aber zur Kenntnis nehmen, dass von den 93 glyphosathaltigen Mittel 51 in privaten Haus- und Kleingärten verwendet werden.
Glyphosat ist eine Breitbandverbindung und wird weltweit als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt. 1971 ließ sich der Genkonzern Monsanto, Sitz in den USA, Glyphosat als Herbizid patentieren.
Universitäten und Wissenschaftler haben in Studien auf die Gefahren hinwiesen, dass, wenn Herbizide und Pestizide in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, nicht nur die Wahrscheinlichkeit besteht, krebsauslösend bei Menschen zu sein, sondern dass auch bei Tier und Mensch Chromosomschäden verursacht werden.
Immer wenn solche Studien veröffentlicht wurden, ging der Konzern Monsanto zum Gegenangriff über und verharmloste seine Mittel.
Auch wenn uns das Hacken und Zupfen von Bürgersteigen, Gartenwegen, Hofflächen und Autostellplätzen zu aufwendig wird, kommt vermehrt die Chemie zum Einsatz. Das gängige Mittel bei den Hobbygärtner ist unter dem Namen Roundup bekannt. Zwar sind diese Mittel laut Pflanzenschutzgesetz auf versiegelten Flächen verboten und der Verkauf ist eigentlich auch nur sachkundigem Personal, sprich Gärtnern und Landwirten vorbehalten, aber wer fragt in der Praxis und im Onlinehandel da schon so genau nach.
Regnet es, und das Glyphosat wird ins Grundwasser, ins Trinkwasser und in den nächste Weiher gespült, wird je nach Dosis alles vernichtet was dort lebt und wächst.
Schützt also unsere Umwelt und beginnt im eigenen Garten. Stecht oder zupft den Löwenzahn aus oder seht in ihm den Farbklecks auf euren Gartenwegen.

Karin Rohé

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