Mc Donalds – Alles zum Wohle unserer Kinder

Die Leute sind zu faul, zum Essen auszusteigen, so die Aussage von Jesse G. Kirby, dem Gründer der ersten Drive-In-Restaurantkette in Südkalifornien.

Dort, wo Anfang der 40er Jahre die Autoindustrie boomte, wurden die ersten Schnellgerichte direkt am Fahrzeug verkauft.

Mittlerweile gibt es allein hier in Deutschland 1378 McDonaldfilialen.

Der Bekanntheitsgrad der Marke McDonalds ist unter Kinder und Jugendlichen höher als der von Coca Cola. 

Damit das auch in Zukunft so bleibt, werden besonders Kinder zwischen drei und fünf Jahren als Kunden angesprochen. Gezielt werden kindliche Vorlieben untersucht und in der Werbung eingesetzt. 

Kein Unternehmen gibt so viel Geld für Werbung und Spielzeug aus. 

Vom bunten Logo über Zeichentrickfilme und Spielzeugbeigaben wird versucht, den Konsum der Marke zu beeinflussen. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine frühe Bindung an bestimmte Produkte bei Kindern bis zu sechs Jahren zur angestrebten Markentreue

führt. Auch die Geschmacksrichtung wird in diesem zarten Alter schon geprägt, zu süß, zu fett zu salzig. Einmal angewöhnt, ist es sehr schwierig  sich von diesen Geschmacksvorlieben zu verabschieden. 

Die Produkte werden gekauft, ohne großartig nachzudenken woher die Lebensmittel stammen, wie sie hergestellt werden und was sie mit der Umwelt und den Menschen machen. Ihr nachhaltiger Einfluss auf die Lebensweise ist nicht zu unterschätzen, Übergewicht und Folgekrankheiten sind hinreichend bekannt. Da fragen sie am besten ihren Kinderarzt und ihre Krankenkasse.

Es gibt und gab auch hier und da politische Reaktionen.

2008 in Los Angeles das Verbot, in einem bestimmten Stadtteil weitere Restaurants dieser Art zu eröffnen, der Stadtrat von San Francisco untersagte die Spielzeugbeigaben bei den Happy Meals. In Schweden wurden Werbespots verboten, die mit Kinderstimmen untermalt werden.

Es ist einfach unfair,  dass dieses Unternehmen Kinder, die nicht in der Lage sind, den Sinn und Zweck solcher Werbebotschaften zu erkennen, in ihrem Sinne beeinflusst.

Fastfood gibt es an jeder Ecke und es gehört scheinbar zu unserem Leben. Aber niemand zwing uns, das auch zu kaufen.

 
Ein interessanter Beitrag zum Thema auch in der ARD-Mediathek: 
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